Freitag, 2. Dezember 2016

Bürgerversammlung Altstadt-Lehel: Keine Lizenzen für Alkoholverkauf an der Isar

Die Bürgerversammlung Altstadt-Lehel hat am 1.12.2016 folgenden Antrag mehrheitlich angenommen:

Die Landeshauptstadt München vergibt keine weiteren Lizenzen mehr für den Verkauf von Alkohol in öffentlichen Grünanlagen und dem Landschaftsschutzgebiet Isarauen.

Begründung:

Seit einigen Jahren fördert die Landeshauptstadt den Alkoholverkauf in öffentlichen Grünanlagen in großem Umfang. So vergibt sie wiederholt eine Gaststätten

Mittwoch, 14. September 2016

Mitteilung Kulturstrand und Dorfkramer Blog


Sehr geehrte Leserinnen und Leser meines Kulturstrand und Dorfkramer Activist Blogs!

Zu Beginn der Streitigkeiten um die Vergabe des Kulturstrands wollte ich Profis mit der Kommunikation meines Anliegens -Erhalt des Landschaftsschutzgebiets Isarauen in München- betrauen.

Aus Zeitdruck musste ich es selber machen.

Ich habe deshalb meinen Dorfkramer-Kanal auf youtube reaktiviert.

Tatsächlich möchte ich mehr als Dr. Engelsberger und weniger als Semi-Kunstfigur Dorfkramer wahrgenommen werden.

So viel Spaß politische Kommunikation mit Aktionen, Activist Art, Geschichtenzerhählen macht, so wenig bewirkt sie in München und Oberbayern. Hier ist Stabilität, Sicherheit, Altbewährtheit in festgefügten Gruppen angesagt. Das führt zu viel Geld, aber für viele zu weniger vernetzter Gaudi und Kreativität.

Eine intelligente "urbane" Auseinandersetzung mit unserer schönen Isar wird es deshalb (noch) nicht geben. Es dominieren Stereotype, Einzelinteressen und eine passive Haltung der breiten Bevölkerung als auch der Eliten. Es fehlen vor allem vermittelnde Medien. Einzelheiten werde ich beizeiten  in einer abschließenden Kulturanalyse veröffentlichen.

Den Dorkramer Activist Blog habe ich auf meine wildfleck.org umgeleitet. Alle Themen, die mich ein Jahrzehnt lang beschäftigt haben, lösen sich auf:

-Die Pleite Argentiniens und der Umgang damit ist durch die neue Regierung gelöst. Präsident Mauricio Macri hat zu besseren Konditionen umgeschuldet und dem Druck des New Yorker Richters Thomas Griesa nachgegeben. Argentinien ist wirschaftlich auf einem guten Weg. Meine Verluste sind mehr als wettgemacht. Durch die aktive Teilnahme am Umschuldungsprozess habe mehr gelernt als in jedem Studium und (bisher) die richtigen Entscheidungen für nachhaltige wirtschaftliche Unabhängigkeit getroffen. Dazu gehört ein strikt rationaler Umgang mit Risiken.

-Die Insolvenz von BenQ ist abgeschlossen. Der Insolvenzerwalter Dr. Prager von Pluta hat eine hohe Quote erreicht. BenQ zeigte ebenfalls viele Aspekte, die ich nur durch aktive Teilnahme erkennen konnte. Meine These, BenQ hätte auch "normal" abgewickelt werden können, hat sich bewahrheitet. Die Mutter in Taiwan wollte halt nicht. Benq und seine Mitarbeiter waren Globalisierungsopfer.

-In Inzell wurde auf meinem Nachbargrundstück ein Wohnhaus mit Artzpraxis und Bäckerei errichtet. Die Gemeinde macht in der Ortsmitte weiterhin nichts. Mein Dorfkramerhaus wird sich deshalb nicht mehr verändern. Die Olympiabewerbung ist gescheitert. Es bleiben in Inzell und Umgebung noch vereinzelte Perlen, deren Erhalt ich mit meiner wildfleck.org sichern möchte. Eine Aufgabe des Standorts Inzell ist nicht vorgesehen.

-Auch die Eventisierung der Isar ist weit fortgeschritten. Für das Landschaftsschutzgebiet wird sich ebenso die wildfleck.org einsetzen wie für andere "wilde Orte" in München und anderswo.

Meine Tätigkeit als Aktivist gebe ich deshalb auf. Es erfolgt eine weitere Professionalsierung, bzw. der schon eingeleitete Rückzug ins Private, was die eigene Lebensqualität betrifft.

Allen Mitstreitern, Betroffenen und Interessenten danke ich herzlich für die Teilhabe an den Themen. Gemeinsam erreicht man mehr.

Etliche Gegner wurden mittlerweile durch andere Entscheidungsträger ersetzt. Den fairen Gegnern spreche ich Achtung und Wertschätzung aus.

Aktuell gilt das vor allem für Frau Zehra Spindler, die die Kunstfigur begriffen hat und cool genug ist, Aktivisten zu besänftigen und ihre Anliegen zu respektieren.

Alles Gute!

München, 14. September 2016


Stefan Franz Karl Engelsberger, Dr. phil.




Stadtstrand Kulturstrand München - Klage Art. 141 Bayerische Verfassung - Sachverhaltsermittlung

Intensive Auseinandersetzung mit dem Stadtstrand / Kulturstrand am 13. September 2016. Es wird auf die Klage Az. M 8 K 15.2644 mit der veröffentlichten Eilentscheidung Az. M 8 S 15.2643 beim Verwaltungsgericht München Bezug genommen. Dabei geht es um den Drittschutz von Bürgern, die ein Landschaftsschutzgebiet im Sinne naturnaher Erholung in einer Stadt genießen und betreten wollen.



Gespräch zwischen Dorfkramer und Zehra Spindler

Im Anschluss an den Dreh des Videos "Great Bavaria Reef - Holzaktion für Zehra Spindler" erklärte sich Frau Spindler zu einem Interview bereit. Da nicht klar ist, wer hier wen interviewt heißt das Video "Gespräch". Bitte beachten Sie die gute Stimmung, die trotz gegenläufiger Meinungen vorherrscht. Ein Musterbeispiel für kontroverse, aber faire politische Kommunikation. Man lässt den anderen gelten. Diskussionsbeiträge wie immer erwünscht.

Der "Talk" hat richtig Spaß gemacht.


Donnerstag, 8. September 2016

Great Bavarian Reef - Holzaktion für Zehra Spindler


Weder der Kulturstrand noch der Stadtstrand haben irgendetwas mit Bayern zu tun. Bayern kommt in Münchner Szene- und Gastrokonzepten nur als "Original", "Kult" und Kasperltum vor. Man nennt sich "Great Bavarian Reef", engagiert den "Isarindianer" oder die "Gerner Zipfeklatscher" und meint, das seien echte Bayern. Führend in dieser Kulturschau sind Prominente wie Marcus Rosenmüller, Pfarrer Schießler, Stefan Dettl oder Hans Söllner. Dass es noch ein anderes Bayern jenseits herkömmlicher Trachtler und deren hipstrigen Ableger gibt, zeigt der Dorfkramer, der klar macht, dass es keine Trennung zwischen Oberbayern und München gibt, sondern alles miteinander zusammenhängt. 

Themen sind Forstrechte, die Schlacht am Steinpaß und Kraftorte, die mit der Isar verbunden sind.


Montag, 22. August 2016

Musikkultur


Ein Gefühlsbrummer, der uns allen ins Herz geht. Warum niemals die Münchner Musikkultur das HERZ anspricht, sondern wir auf unsere FREUNDE und VERWANDTEN in ÖSILAND zurückgreifen mussten, wissen wir nicht. Sie hatten unsere Sprache und unser GEFÜHL

Dienstag, 16. August 2016

Halbzeit am Kulturstrand / Stadtstrand München





Hurra, die Urbanauten sind weg!

Die ist ein Post aus dem Jahr 2012, der auf dem Dorfkramer Activist Blog veröffentlicht wurde.


Nachdem einige Monate lang die Isarinsel am Vater-Rhein-Brunnen zur No-Go-Area für Menschen wurde, die einen letzten Rest an Kulturverständnis haben, lese ich in diesen Tagen, dass "Die Urbanauten" ihre Saufbuden wieder abgebaut haben.

Mit dem Abzug dieses Münchner Stammtisches änderte sich prompt die Wetterlage und der Isarstrand wurde wieder zu dem, was er ist: Ein Refugium für alle Genießer inmitten einer Millionenstadt. Endlich ist wieder urbanes Leben zu spüren.


Während die Massen nämlich den Schotterstrand einnehmen, lassen es sich einige Schöngeister auf dem wieder sauberen Rasen gut gehen und genießen die Ruhezone inmitten einer Millionenstadt.


Es spielen sich nun wieder Szenen des Lebens ab. Das monatelang abgesperrte Wasser des Vater-Rhein-Brunnens erfrischt wieder Menschen, die auch ohne Zusammenrotten und Bier Saufen einen echten urbanen Stadtbrunnen genießen können. Der Platz trägt wieder zur emotionalen Gesundung vieler bei und das inmitten einer Millionenstadt.


Wie jedes Jahr haben die Urbanauten mal wieder einen ziemlichen Saustall hinterlassen. Die Wege um den Brunnen sind zerstört, die üblichen Schmierereien und ein Aufkleber auf der Statue mit der Parole "Moody´s can suck my dick". Benjamin David hat sich mal wieder kulturell hochwertige Hinterlassenschaften zu verantworten. Gelassene werden sagen: Gehen Sie zum Urbanautenstrand? Nein ich habe noch Sex.


Und genau das haben etliche emotional gesunde Groß- und Kleinstädter, die sich einig und froh am Wildbach treffen und das inmitten einer Millionenstadt.



Derweil träumen Benjamin David, die Urbanauten, Sabine Nallinger und viele Größte Stadtplaner aller Zeiten davon, die Genießer vom Isarstrand zu vertreiben und ein Schwimmbad hinzunageln, damit sie Eintritt verlangen können. Wäre ja noch schöner, dass da Leute ums verrecken nix großes konsumieren und nur rum liegen.



Wenn es da nicht auch noch dieses vermaledeite Haus am Ende der Zellstraße gäbe, dessen Bewohner man den Rettungsweg schlecht verbauen kann. Die muss man halt enteignen. Das haben sie schon sauber ausgekartelt die Urbanauten und das Münchner Forum. Man muss nur die Facebookseite vom David anschauen und da kommt man zu dem SZ-Artikel. Erst Neid schüren, dann enteignen, dann abzocken.

Ach ja, die Süddeutsche Zeitung: Wer wie mit den Urbanauten profitiert wissen wir nicht. Was wir wissen ist, dass die SZ eine Art Werbebotschafterin der dümmlichsten Open-Air-Kneipe Münchens spielt. Auf "alte Männer" wie Hannes Heindl kann man ja gut dreinschlagen. Besser als auf U22 Girlies auf nachretuschierten Fotos zur Blauen Stunde. Keinen Cent mehr für dieses Schmuddelblatt.

Ergebnis:

Der Spuk eines Provinzbudenfesteis inmitten einer Millionenstadt ist wieder vorbei. Die Schäden, die die Urbanauten hinterlassen haben, werde ich als Steuerzahler nicht begleichen. Anzeige ist raus. Was bleibt, ist eine Art Ratlosigkeit. Wie kann es sein, dass eine "Eliteuniversität" wie die TU den Vorschlag eines simplen Dorfschwimmbads in einer intakten Flusslandschaft propagiert? Wie ist es möglich, eine solche dumpfbeutelige Veranstaltung in einem Landschaftsschutzgebiet und auf einem Denkmal zu erlauben? Es handelt sich um ein Denkmal von Adolf von Hildebrand, der lange arbeiten und studieren musste, um sich Künstler nennen zu dürfen. Heute heißt das "Kunstwerk"

ROTE SITZWURST.

Ech kreativ ej, mach Flaschbier auf. Uff zu di Urbanauten...




Dienstag, 9. August 2016

Bericht von Paris Plage

Dr. Engelsberger ist mit seinem Freund Dorfkramer nach Paris gefahren und hat sich Paris Plage angesehen. Paris Plage dient als Vorbild für eine "Bespielung" der Isar in München.

Hier geht es zum tz-Artikel über die Initiative der CSU-Stadtratsfraktion:
Wir brauchen Sand

Frau Ursula Sabathil, die Ideengeberin ist Stadträtin der Freien Wähler.



Hier das Video Nr. 2 mit Besichtigungen eines Biotopbereichs am linken Seineufer, Paris Plage am Rathaus und am Bassin de la Villette.

Eingegangen wird insbesondere auf die Aussagen der Urbanauten, freie Räume wie die Isar müssten "belebt" und "bespielt" werden. Dass die Urbanauten dies alles unserer Frau Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk eingeflüstert haben, wird hier dokumentiert und der Nachwelt erhalten.


Freitag, 5. August 2016

Ridegrao - Augustiner Biergarten in/am Maxwerk - Maximiliansanlagen München


Die Augustiner-Brauerei plant einen Großbiergarten mit 400 Plätzen (50 Biertische) im und am Maxwerk in herrlicher Lage in den Maximiliananlagen. Eine Dokumentation des gepanten Schreckens.



Erkennbar im Neologismus "Ridegrado" ist die Zerrissenheit eines Menschen, der befürchtet, eine für ihn liebenswürdige Umgebung (Rigrado) einer für ihn nicht würdigen Nutzung (Degrado) opfern zu müssen.

Degrado kommt aus dem Italienischen und bedeutet in etwa "Entwürdigung". Rigrado als Wortneuschöfpung soll dagegen eine "Würdigung" ausdrücken. Also die würdige Behandlung eines Orts, Platzes, einer Umgebung durch die Menschen, die sich dort aufhalten.

Was für bestimmte Menschen Degrado ist, ist für andere Rigrado und umgekehrt. Das macht es so schwierig. Öffentliche Räume müssen deshalb von einem Schiedrichter dergestalt verwaltet werden als Stadtbewohner sich darin wiederfinden.

Befürchtung ist nicht Angst. Befürchtung ist eine rationale, berechtigte Zukunftserwartung aufgrund vorliegender Tatsachen. Angst ist ein Gefühl.

Die Aussage von Umweltveränderern, Bürgern müsse die "Angst" vor irgendwas genommen werden ist somit irreführend. Bürger, die sich gegen Veränderungen ihres Lebensraums wenden haben keine Angst, sondern wissen, dass Veränderungen kommen werden, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen. "Angst- " oder "Wutbürger" gibt es nicht. Diese Begriffe dienen nur der Abwertung von Menschen, die anderer Meinung sind und ihren Lebensraum schützen wollen.

Degrado - Deutsches Museum München





Eine ausführliche Begehung des Landschaftsschutzgebiets Isarauen rund um das Deutsche Museum am 3. August 2016. Es geht um die eingeleiteten Maßnahmen, die für die Zukunft das Schlimmste befürchten lassen.
0:00 Einleitung am Wehrsteg
0:45 Museumsinsel Ost - Wilde Isar- Wilder Wein - Rodung Isar
5:37 Sternwarte - Lichtverschmutzung - Urbanautenphilosophie
7:08 Parolen am Museum
8:17 Parole - Auf zu neuen Welten
8:39 Auf zu neuen Zielen 
9:35 mangelnde Ästhetik an Flussbauwerken
11:04 Angerl an der Corneliusbrücke - Platz - Müll - Parole - König Ludwig Denkmal
13:27 Schöne Landschaft - Wohlbefinden - Gesundheit
14:16 Baumfällung Westseite wegen Bauarbeiten - Betontreppen - Abholzung - Düsseldorf Rheinterrassen
18:48 schönes wildes Gestrüpp - Partyzone
19:12 freigelegte Fassade
20:30 friedliche Koexistenz
21:50 neue Fahrradständer
22:21 Schlusswort am Vorplatz - Konzertsaal - Klassikfreunde - Partymucke am falschen Ort - Urbanautennkommerz



So sah das Deutsche Museum vor der Baumfällaktion 2015 aus:




Was wird hinterfragt?

Es ist das Auseinanderklaffen der Parolen "Auf zu neuen Welten" "Auf zu neuen Zielen" mit der Wirklichkeit, in der es nicht möglich ist, durch Technik ein paar Bäume zu retten. Anspruch und Wirklichkeit der Museumsleitung sind soweit voneinander entfernt, dass man sich aufregen kann, den Kopf schüttelt oder sich einfach damit nicht mehr beschäftigt und sich abwendet. 

Auch entspricht die Pressemitteilung nicht der Tat. Ein Entwicklungskonzept des Deutschen Museums im Landschaftsschutzgebiet Isarauen ist nicht erkennbar. Aufgrund vieler Akteure und Interessen ist ein großer Wurf unter Bewahrung des wilden Schdönen entfernter als eine menschliche Kolonie auf dem Mars. 

Rigrado - Lüftlmalerei Appell an Zehra Spindler


Es geht um die tollen Graffito-Bilder am Klohäusel des Stadtstrands und am Friedensengel. Zehra Spindler wird darum gebeten, Künstler dazu zu bewegen, etwas auf Private zuzugehen.


Donnerstag, 4. August 2016

Rigrado - Zweibrückenstraße München

Eine Lanze für die Zweibrückenstraße München, einem Mirokosmos eigener Art. Bezug auf den Unsinn der Urbanauten/Stadtrat, die Isar wende der Stadt den Rücken zu.





Mittwoch, 3. August 2016

Rigrado - Nerd Nite

Es ist nicht alles Asche am Stadtstrand/Kulturstrand. Die Nerd Nite ist ein Knaller, jedoch am falschen Ort. Dr. Engelsberger weiß wie immer, was zu tun ist.


Mittwoch, 20. Juli 2016

Wilde Isar Bergtour - Stadtstrand - Kulturstrand -Dîner en Blanc München





Dokumentation einer Bergtour von der wilden Isar aus, dem Gebirgsfluss mitten in München. Reiner Zufall, dass ausgerechnet am Abend der Rückkehr der Wehrsteg von Besuchern einer Mottoparty besetzt ist.

Durch die Mottoparty wurden Hunderte von Menschen vom Naturgenuss ausgesperrt. Johlen, Wunderkerzen, Smartphones und allgemeiner Rummel sind kein intensiver und stiller Naturgenuss, sondern eben Partyspaß.

Die Zugänglichkeit schöner Orte wie dem Wehrsteg bei schönem Mond für alle Bürger ist Sinn und Zweck des öffentlichen Raums, nicht die Bevorzugung von Gruppen, die ihre privaten Interessen bündeln und rücksichtslos durchdrücken.

Mottoparties sind ok. Warum sie an diesem Ort stattfinden müssen, ist nicht nachvollziehbar.



Sonntag, 17. Juli 2016

Degrado in München - Sonntagsspaziergang

Hier geht es um den kulturellen Abstieg des öffentlichen Raums in München.
-Bespielung der Vorfläche der Hochschule für Film und Fernsehen,
-Food Truck usw. beim Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks,
-Boule-Wettbewerb im Hofgarten.




Kulturanalyse 3.1 - erste Systematisierung


Hier die erste Systematisierung aus dem bisherigen Kommunikationsprozess um den Kulturstrand/Stadtstrand am Vater-Rhein-Brunnen in Münche aus der Sicht eines Betroffen, der zum Aktivisten wird.

Es geht um das Entstehen von Gewalt und möglichen Vermeidungshandlungen. Ein Mensch nimmt Dinge wahr, die in sein Leben eindringen. Er wird zum Aktivisten, wenn er eine Änderung seines Lebensraums/seine Gewohnheiten spürt. Widerstand entsteht, wenn keine Möglichkeiten zur Äußerung bestehen. Gewalt entsteht durch fehlenden Respekt und Unterdrückung.


Wahrnehmung des Geschehens
Gefühl
Handlungsfolgen
außerhalb der Lebenssphäre
Gleichgültigkeit
keine
Eindringen in die Lebenssphäre
Unbehagen
Information
Identifizierung des Eindringlings
Zuneigung/Ablehnung/Neutralität
erste Äußerungen,
Verdrängung
keine Gelegenheit zur Äußerung
Aufbrausen/Hochkochen
stärkere Äußerungen,
Verdrängung
Unterdrückung der Äußerungen
Abscheu/Hass
Widerstand/Gewalt,
Verdrängung
Gelegenheit zur Äußerung
überraschende Freude
Ablehnung/Äußerung,
Information
Gleiches Interesse/Vorteile
Behagen, Anziehung
positives Interesse
keinerlei Vorteile
gering
Weichen/sachliche
Auseinandersetzung

Hier ausführliche Erklärungen mit Bezug auf den Kulturstrand Urbanauten/Zehra Spindler. Zielgruppe: Interessierte an Kommunikationsprozessen



Donnerstag, 14. Juli 2016

Isarfasteinhochwasser





Herrliche unberechenbare Isar. Die muffigen Stadtschreiber im Steinhauser Journalistensilo fordern natürlich gleich ein bequemes, sicheres Bad mit Kasse, Bademeister, Beton und Holzplanken. Wie in Bünzlihausen.

Kulturanalyse 2





Die neuen Strandbetreiber haben einen Kulturwandel eingeleitet. Jetzt stellt sich die Frage, ob das eine üble Masche ist oder eine aufrichtige Teilhabe an der Meinung eines Mitmenschen in der selben Stadt.

Dienstag, 12. Juli 2016

Sitzung des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel am 12.07.2016

Dr. Engelsberger dokumentiert seine Tätigkeit als Bürger.
Hier die Tagesordnung




Hier der Tagesordnungspunkt Beteilung der Bezirksausschüsse an der Rahmenplanung in München:


Hier zum Tagesordungspunkt Werbeanlagen des Deutschen Alpenvereins:


Kurz vor der Eröffnung der Sitzung:




Nach der Sitzung um 22:20:


Montag, 11. Juli 2016

Wilde Isar - Lebensfreude ohne Kommerz



Die Flugzettel "Wilde Isar - Lebensfreude ohne Kommerz" sind gekommen. Somit kann die Kampagne beginnen. Vielleicht finde ich ja Gleichgesinnte.




Erste Kultanalyse





Der Vater-Rhein-Brunnen ein toter Un-Ort? Unsinn: Niemand braucht Alk, Kommerzsound und Klo-Container. Ein paar Liegestühle und ein Trinkwasserbrunnen reichen völlig, um den Ort im Hochsommer zu verbessern.

Isarbelebung: Fahrradständer am Wehrsteg

Vater Rhein Erstbegehung





Nachdem der Stadtstrand/Kulturstrand eröffnet wurde, zeige ich meine Eindrücke von der Erstbegehung. Vorsicht: Dieses Video ist wie alle anderen auf diesem Blog keine Werbebotschaft, um möglichst viele Menschen zu überzeugen, sondern die Dokumentation persönlicher Eindrücke. Es ist auch keine empirisch-analytische Betrachung, sondern eine Äußerung von Gefühlen.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Isarkultur gegen Isarbad

Neben dem Kulturstrand als Dauereinrichtung mit Erbrecht möchte Benjamin David auch noch ein Isarbad leiten. Seine Lobbyarbeit erreicht nun einen ersten Höhepunkt. Auf seiner Seite www.isarlust.org schreibt er heute davon, das Kreisverwaltungsreferat (KVR) und das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) hätten seinen "Isarpokal" und ein "Isartreiben" genehmigt. 

Der Text ist typisch David. Er schreibt davon, es sei alles mit den Behörden "einvernehmlich" geschehen. "Einvernehmlich" bedeutet, dass die Behörden an die Forderungen Davids gebunden waren. David stellt sich als Leiter der Badebehörde dar, also als erster Bademeister. Ein Foto von Leuten der Deutschen Lebensrettungsgemeinschaft (DLRG) symbolisiert die Gefährlichkeit der Isar und die Notwendigkeit, sich von David beschützen zu lassen.

Zeit, mal wieder meinen "Deutschen Rettungsschwimmpass" rauszukramen.


Zum Gold bin ich wegen der geforderten Kraulzeit noch nicht gekommen. Silber ist Voraussetzung, um Bademeister in Münchner Schwimmbädern werden zu können. Was hat es mit dieser DLRG auf sich?

Also, es gibt die Wasserwacht und die DLRG, die die Schwimmenden und Badenden "beschützen". Die DLRG München Mitte hat in der Au in der Lilienstraße ihr Vereinsheim, jedoch keine Wasserfläche in unmittelbarer Nähe, die sie beschützen kann. Sie muss zum Fasaneriesee fahren. 

In den letzten Jahrzehnten war es so, dass viele den Rettungsschwimmer bei der DLRG gemacht haben, um Hilfe in der Isar  leisten zu können. Es gab und gibt nämlich traditionell Schwimmer und Badende jeder Art in der Isar. Benjamin David ist keinesfalls eine historische, erste Isarschwimmende Person. 

Hier sehen Sie einen Schwimmer, nämlich den Tscharlie Häusler, der Ihnen zeigt, welche Freiheit, Wildheit und Fantasie herrscht. Bei Minute/Sekunde 47:42 läuft Tscharlie in Richtung Corneliusbrücke, die frei ist und geht in die Isar zum Bod´n. Vorher hatte er seine Anteile am Laden mit seiner gefühlten Verlobten weggegeben.





Von einem Badeverbot habe ich erst durch Benjamin David erfahren, der in seiner ureigenen Spießigkeit erst mal alle Vorschriften abklappert, um es sich ja nicht mit den Oberen zu verscherzen.

Es gibt unter den Badenden an der Isar viele Rettungsschwimmer, die jederzeit einsatzbereit sind und helfen. Für sich selbst sucht man als verantwortlicher Schwimmer nicht nach amtlichen Badeverboten, sondern schaut, ob ein wildes Gewässer Strudel und Strömungen hat, wie tief es ist. Vor allem weiß man, dass ein Wehr gefährlich ist und man sich da besser nicht rumtreibt. Benjamin David plante sein Isarbad auch am Wehrsteg. 

Schauen wir mal, was unser neuer Bademeister David noch so schreibt.



Benjamin David versucht also mal wieder, Zwang auszuüben und Menschen in seine Geschäfte zu pressen. Gestern habe ich vom Referat für Gesundheit und Umwelt die Auskunft erhalten, dass lediglich auf der Strecke um die Weideninsel eine Ausnahmegenehmigung vom Badeverbot erteilt werden musste. Ansonsten gäbe es überhaupt kein Badeverbot. Auch gelte die Genehmigung natürlich für alle Schwimmer im Rahmen des Gemeingebrauchs. David belügt einmal mehr die Öffentlichkeit, um Geld zu generieren. Er hat ja schon Plaketten für 1.000 Euro im Angebot, die man dann im neuen Isarbad bewundern kann. 

Warum begeistert mich ein "Isarflussbad" nicht?

Das Bad verstößt gegen die Isarkultur. Wir leben in München und nicht in Benjamin Davids Heimatstadt New York. Wir brauchen kein organisiertes Baden mit Bademeister, Liegestuhlverleih, gastronomischem Angebot und dem ganzen Brimborium, das nur dem Geschäft dient. Wir leben auch nicht in Bünzlihausen (ZH), wo alles zu Geld gemacht wird, was es gibt. Wo man alles durchorganisert, Freiheit, gar Wildheit und Fantasie seit Jahrzehnten keinen Raum mehr haben. München ist mit seiner Isarkultur einzigartig auf der Welt. Verbaute Wasserflächen mit organisiertem Badebetrieb gibt es in jedem Kuhdorf. 

Niemand  hat diese Isarkultur so verständlich dargestellt wie Helmut Dietl mit seinem "Tscharlie". Dieser war selbst bestimmt und machte, was er wollte. Er war wild. Und nur in München konnte er dies ausleben und zwar (auch) an der Isar. 

Wer schon einmal auf einem Kiesbett der Isar lag und sich in einem Holzbad in Bünzlihausen wie Vieh neben irgendwelche Zwangskapitalisten pferchte, kennt das Isargefühl und will es nicht mehr missen. 

Rausschmeissen kann mich kein Benjamin David oder ein anderer seiner Spezln. Ich habe Eigentum erworben und werde dies verteidigen. Es ist eine ehrenwerte Aufgabe, für die Isarkultur als letztes Refugium von Freigeistern und Wilden einzutreten. Mir wird es nicht gehen wie Tscharlie, der Mama von Konstanin Wecker oder gar Willy Michl, der ins Reservat musste. 

Dienstag, 28. Juni 2016

Die Vergabe des Kulturstrands ist abgeschlossen


Die Stadtverwaltung hat nun die Vergabe abgeschlossen. Gewinner ist die "urbanleague". Ich genieße die letzten schönen Tage am Vater-Rhein-Brunnen und bereite mich auf das Partyspektakel vor. Es soll ja sogar eine Großleinwand geben mit Fußballübertragung: Ach wie urban, kreativ und subkulturell. Darauf haben wir lange gewartet. Hier ein paar Anmerkungen eines der letzten Freigeister im Lehel, die noch nicht von Eventveranstaltern weggentrifiziert worden sind.




Eine kurze Zusammenfassung des aktuellen Geschehens. Dr. Engelsberger fragt, warum ihm als Steuerzahler ein Park im Landschaftsschutzgebiet in drei Monaten schönster Sommerzeit genommen wird.


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Go Home urbanauten, go home Zehra Spindler. Niemand braucht Euch hier.




Hier noch Anmerkungen zur Vergabe im Millionendorf. 

Donnerstag, 23. Juni 2016

Das Isarbad: Schreiben an das Gesundheitsreferat

Worum geht es?
Herr Benjamin David will den Isarraum unter seine Kontrolle bringen und neben dem Kulturstrand dauerhaft ein Isarflussbad betreiben. Unter seiner Leitung soll also der ganze Betrieb laufen und wie beim Kulturstrand die Kasse klingeln lassen. Der für viele Menschen wichtige Raum für Entspannung, Kontemplation und genussfreudiger Innerlichkeit soll den Massen und Geschäftemachern übereignet werden. Es ist also auch hier Zeit, sich zu äußern.

Was mache ich?
Ich habe die Wildfleck gemeinnützige Unternehmergesellschaft gegründet und versuche, mit der Stadtverwaltung einen Kommunikationskanal aufzubauen. Moderne Stadtverwaltungen weltweit unterhalten ein NGO-Office und bringen so Meinungen und Tatsachen zusammen. So kann vermieden werden, dass sich Einzelinteressen wie die von Herrn Benjamin David auf Kosten vieler Menschen durchsetzen.

Hier mein Schreiben an das Referat für Gesundheit und Umwelt:

Thema Isarbadeanstalt

Sehr geehrte Frau Referentin,
Sehr geehrte Damen und Herren,

nach den heutigen Presseberichten ist mir nicht klar, ob jetzt das Baden erlaubt oder verboten ist, ob Herr Benjamin David den Isarraum überwacht und den Rettungsdienst organisiert und welche weitläufigen Interessen hinter dem Projekt stehen.

Ich weiß bisher, dass der von Herrn David dominierte Isarlust e. V. in § 1 Abs. 4 der Satzung den „Urbanauten“ Erlöse aus der Marke zusichert:

Auch weiß ich, dass sich die „Urbanauten“ David/Bührlen die Marke „Isarlust“ haben schützen lassen:

Darin enthalten sind Bauträgerleistungen und organisatorische Vorbereitungen.

Nach dem, was zu lesen ist, arbeitet Isarlust mit Herrn David also schon mit Ihnen zusammen und entwickelt gemeinsam ein Konzept für das Bad:

Erklärungen Ihres Referats zur Tatsachenlage würde ich sehr begrüßen.

Als gemeinnützige Umweltgesellschaft WILDFLECK würde ich darüber hinaus gerne mit Ihnen im Pool Münchner NGOs in Kommunikation treten. Es ist keinesfalls so, dass alle Münchner das Bad wollen. Erst einmal wollen es potenzielle Profiteure wie Herr David, der ein paar Familienmitglieder und Mitarbeiter hinter sich hat. Das Referat ist jedoch für alle da und es wäre schön, wenn ich Sie auf Tatsachen hinweisen könnte und Ihnen auch meine Meinung sage.

WILDFLECK will die letzten freien Flächen in der Stadt schützen, da diese für die seelische Gesundheit vieler Mitmenschen wichtig sind. Es geht nicht um die Menschen, die am lautesten schreien, sich durchsetzen und ihren Stiefel durchdrücken, sondern um Menschen, die mehr nach innen gekehrt sind und z. B. mit der freien Wasserfläche der Isar tiefe emotionale Beziehungen aufbauen können.

Diese Gesundheitsförderung fällt auch in Ihren Zuständigkeitsbereich. Schwimmbäder sind bei den Stadtwerken angesiedelt.

Jegliche Baumaßnahmen werden dazu führen, dass viele Spaziergänger die schöne Umgebung nicht mehr wahrnehmen können, gerade im Sommer, in dem die Bäume ihre volle Wirkung entfalten. Stattdessen werden durch Bauten die Wasserfläche verkleinert, die Sichtachsen gestört und es findet eine Vermassung der Menschen statt wie weiter südlich. Schwimmer wird es in der Isar weiterhin wenige geben, weil es schlichtweg zu kalt ist und niemand gern im Neopren schwimmt, schon gar nicht bei 70-80cm Wasserstand. Sehen Sie sich bitte die Lage im Isarschwimmbad Maria Einsiedel an.

Es geht also zum einen ums Geschäft. Zum anderen geht es darum, sich politisch zu profilieren und ein Bauteil einweihen zu können. Leider auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen, denen wieder ein individueller, schöner Freiraum genommen wird.

Ich veröffentliche diesen Text auf meinem Blog:



Mit freundlichen Grüßen


Dr. Stefan Engelsberger


Wildfleck gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Sitz: München
Amtsgericht München: HRB 222 825
Gesellschafter-Geschäftsführer: Dr. Stefan Franz Karl Engelsberger

Postanschrift:
Wildfleck c/o Engelsberger, Adelgundenstr. 11, 80538 München


Protokoll 29.06.2016:
Nachdem ich am 28.06.2016 im Büro der Referentin nachgefragt habe, habe ich die E-Mail an dieses direkt gesendet. Heute am 29.06.2016 wurde ich vom Sachgebiet "Wasserrecht" angerufen. Der Isarlust e. V. habe eine Versammlung angemeldet und könne sich auch im rechten Arm der Isar an der Wittelsbacherbrücke aufhalten. Das Badeverbot dort sei aufgehoben. Das gelte auch für alle anderen Nutzer der Isar. Eine Antwort des Referats auf meine E-Mail wurde nicht in Aussicht gestellt. 

Montag, 20. Juni 2016

Treppe am Kabelsteg




Der Kulturstrand ist die erste Partylocation im Landschaftsschutzgebiet Isarauen und die Treppe am Kabelsteg das erste Bauwerk, das im Zuge der Rahmenplanung für den innerstädtischen Isarraum errichtet wurde.
Dr. Engelsberger beginnt seine Dokumentation über die Veränderungen, die zur "Bespielung", "Erlebbarmachung" und "Belebung" der Isar von der Stadtverwaltung ergriffen werden.

Dass es Menschen gibt, die Gefühle für eine schöne naturnahe Umgebung und für die Isar als Fluss empfinden, steht in keiner Publikation der Stadtplaner.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Bezirksausschuss Altstadt-Lehel: Keine neue Punktevergabe

Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel behandelte in der gestrigen Vollversammlung die Aufforderung des Kreisverwaltungsreferats, die Punktevergabe "nachzubessern".

Herr Vorsitzender Wolfgang Neumer (CSU) erteilte mir das Wort und fragte nach dem Stand der Gerichtsverfahren. Er wies mich darauf hin, dass alles, was ich sagte, gegen mich verwendet werden könnte.

Ich führte sinngemäß aus, dass ich, wie in den Medien berichtet, mit einem Eilantrag nach § 123 Verwaltungsgerichtsordnung erreichen wollte, einen Informationsstand am Vater-Rhein-Brunnen zu unterhalten, um für eine wilde Isar zu werben. Gegen die Ablehnung des Gerichts würde ich nicht weiter vorgehen. Es sei jedoch noch eine Klage beim Verwaltungsgericht anhängig, die seit über einem Jahr nicht zu einer mündlichen Verhandlung geführt hätte. Des Weiteren wies ich darauf hin, dass eine Bürgerin tagelang im Viertel nach mir gesucht habe und plötzlich vor meiner Wohnungstür stand. Sie hatte einen Bericht über die Bürgerversammlung mit meinem Namen in der tz gelesen. Sie berichtete, dass ihre wiederholten Beschwerden wegen Lärmbelästigung von der Stadt nicht behandelt worden seien. Viele Mieter würden sich nicht trauen, sich zu beschweren, da sie mit Repressalien rechneten. Ich wies auch darauf hin, dass ich dem Kreisverwaltungsreferat konkrete Verstöße des Kulturstrandbetreibers gegen die Auflagen der Stadt frühzeitig gemeldet hätte. Auch die Bezirksinspektion hätte ich ausführlich informiert. Über eine Prüfung der Anzeigen sei mir ebenso wenig bekannt wie über Kontrollen des Kulturstrandbetreibers. Auch betonte ich zum wiederholten Male, dass sich Anwohnerbeschwerden bereits seit 2011 in ununterbrochener Reihenfolge in Bürgerversammlungsbeschlüssen gebündelt hätten, die sich gegen den Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen aussprachen. Die Anträge seien ohne Absprache von Bürgern unterschiedlicher Couleur gestellt worden. Es ginge nicht um Lärmbelästigung, sondern um die Bevorzugung einer Nutzergruppe der Grünanlage und des Landschaftsschutzgebietes Isarauen. Tatsächlich würde der Vater-Rhein-Brunnen seit Wochen nicht mehr mit Wasser bespült. Drei Monate Veranstaltung während einer Vegetationszeit von fünf Monaten sei unverhältnismäßig lang. Den Anwohnern würde der Park mit einem der schönsten Münchner Brunnen geraubt. Auf Nachfrage von Herrn Wolfgang Püschel (SPD) bestätigte ich, dass sich auch der Bezirksausschuss gegen die Veranstaltung an diesem Ort ausgesprochen habe, vor allem in der Stadtratssitzung vom 16.12.2015.

Ich wies darauf hin, dass sich die Punktevergabe der Bezirksausschüsse rechnerisch nicht auf das Ergebnis auswirken hätte können, weil nur der BA 01 Punkte vergab und allen Bewerbern gleich viele, nämlich fünf. Da Bürgerversammlungen und der Bezirksausschuss diese Veranstaltung auf ihrem Gebiet überhaupt nicht wollten, wäre es folgerichtig, auf die Punktevergabe zu verzichten. Ich würde den Gang der Dinge verfolgen. Eine Klage, insbesondere auf Feststellung der Rechtswidrigkeit des Vergabeverfahren, hielte ich mir offen. Schließlich habe der Stadtrat auf die Schnelle Bewerber ohne Erfahrungen grundsätzlich ausgeschlossen. 

Es entbrannte dann eine Diskussion über die Frage der Geschäftsmäßigkeit der Veranstaltung "Kulturstrand". Herr Markus Stadler (Grüne) wies darauf hin, dass es sich um eine kommerzielle Veranstaltung handelte. Schon der Streit um die Vergabe ließe auf ein starkes geschäftliches Interesse schließen. Er ging von einem Reingewinn von 50.000 Euro aus und forderte mehr Kultur am "Kulturstrand" als auch am "Isarinselfest". Auch Herr Jürgen-Peter Pinck (SPD) machte deutlich, dass eine Gewinnerzielungsabsicht klar erkennbar sei. Aufgrund geäußerter Einwände von Herrn Christian-Georg Siebke (FDP), informierte ich darüber, dass der Betreiber des "Kulturstrands" Herr Benjamin David in der BILD einen Umsatz von 350.000 Euro angegeben habe. Aufgrund der Angaben beim Verwaltungericht könne man von einem Umsatz von mindestens 400.000 Euro ausgehen. Dem Einwand "Umsatz ist nicht Gewinn" entgegnete ich, dass man den Rohgewinn gut schätzen könne. Es gäbe dazu in den Einkommensteuerrichtlinien Begriffe wie dem Rohgewinnaufschlagssatz. Ginge man von einem Bierpreis von 10,50 Euro aus, der 2015 verlangt wurde und ziehe man einen Einkaufspreis von höchstens 2,50 Euro für den Liter ab, wäre ein Rohgewinnaufschlag von Faktor 4 zu erzielen gewesen. Der Reingewinn richtete sich nach den Ausgaben/Kosten für das Personal, offensichtlich junge Hilfskräfte, den Aufbauten (Sand, Holzbohlen, einfache Holzverkleidungen) und dem Kulturprogramm. Teure Gigs seien nicht ersichtlich. Der Rohgewinn spräche jedoch allein dafür, dass sich höhere Gewinne als die von Herrn Stadler geschätzten 50.000 Euro erzielen ließen.

Ausdrücklich wies ich daraufh in, dass ich nicht wisse, ob die David Bührlen GbR überhaupt ein Gewerbe angemeldet habe, da sie einen Großgastronomen als Subunternehmer angegeben habe als auch unterschiedliche Imbisswagen am "Kulturstrand" Ware verkauft hätten. Eine Offenlegungspflicht bestünde nicht. Die Gewinnerin "Urbanleague" sei wenigstens ordentlicher Kaufmann. Dem Hinweis von Herrn Prof. Dr. Jörg Hofmann, zur Offenlegung einer Gewerbetätigkeit sei eine GbR auch nicht verpflichtet pflichtete ich bei. 

Es gab im Plenum zweimal Gefühle. Zum einen als ich sagte, 90 Prozent der männlichen bayerischen Bevölkerung sei in der Lage ein "Event" wie den "Kulturstrand" zu organisieren. Die Nachfrage, was denn die Frauen machten, beantwortet ich in Gedanken an ländliche Gepflogenheiten mit "Die backen Kuchen". Das Gelächter wirkte aber nicht bösartig, sondern eher mit einem aus der Zeit gefallenen Menschen fühlend. Wütender waren die Entgegnungen, insbesondere von Herrn Siebke und Herrn Pinck, ich könne dem Veranstalter kein unlauteres Vorgehen unterstellen. Ich verwies auf die Tatsachen, die ich auf meinem Blog widerspruchslos veröffentlicht hätte. Die Adresse des Blogs sei auf der Rückseite der Postkarte "Gruß vom Kulturstrand München" angegeben. Die Postkarte hatte ich an Bezirksausschussmitglieder und Bürger verteilt. 

Der Bezirksausschuss beschloss nichts. Herr Neumer wies darauf hin, dass nicht in laufende Verfahren eingegriffen werden sollte. Auch könne daran gedacht werden, ganz auf den Standort Vater-Rhein-Brunnen zu verzichten. 

Kommentar:

Erstmals in der Geschichte des "Kulturstrands" äußerte ein gewählter Mandatsträger, dass es sich dabei um eine kommerzielle Veranstaltung handelt und massive geschäftliche Interessen verfolgt werden. Ich habe darauf schon vor Jahren in meinem Blog hingewiesen. Die "Kultur" wurde von den "Urbanauten" vorgeschoben, um Bestlagen für Getränkeverkauf auf öffentlichem Grund zu bekommen. Auch konnte ich klar machen, dass die Stadt nicht registriert hat, dass dabei schönste gewidmete Grünanlagen für ein bestimmtes Klientel/Milieu zweckentfremdet werden. Die Konzentration auf Anwohnerbeschwerden wegen Lärm geht allein wegen der Lage ins Leere. Wenn man dieses Merkmal bei der Vergabe von Eventflächen heranzöge, wären unsere Parks voll mit Gastronomie und Events aller Art. Die Grünanlagen dienen jedoch der Erholung der Anwohner und nicht den Geschäftsinteressen Einzelner.

Der Rohgewinnaufschlag findet sich tatsächlich in R 6.8 Einkommensteuerrichtlinien zur Bewertung des Vorratsvermögens. Ich hatte mich irrtümlich auf R 5.5 bezogen. Leider klärte der von mir angesprochene Herr Prof. Dr. Hofmann nicht auf, der Steuerberater ist. Hilfreich wäre der Hinweis auf die Richtssatzsammlung gewesen, die zuverlässige Schätzungsgrundlage der Finanzämter. Man kommt z. B. bei einem Imbissbetrieb auf einen Rohgewinn von 69 % des Umsatzes. Bei einem Bierpreis von 10,50 Euro für die Maß wurden jedoch Preise verlangt wie auf dem Oktoberfest und dort gibt es Riesenzelte, Bedienungen, professionelle Musiker und vieles mehr. Die Aussage, der "Kulturstrand" an diesem Ort sei eine Lizenz zum Gelddrucken halte ich deshalb aufrecht.

Auch möchte ich weiterhin wissen, ob die David Bührlen GbR ein Gewerbe angemeldet hat und Gewerbesteuer zahlt. Leider wurde vor Jahren in der Gewerbeordnung die Verpflichtung zur Angabe der Geschäftsinhaber an der "Ladentür" abgeschafft. Hinweise auf eine Gewerbeaufsicht sind nicht verpflichtend. Ich vertrete nach wie vor die Auffassung, die Vergabe dürfe nur an transparente Gewerbetreibende erfolgen. Es kann nicht angehen, dass nicht einmal Benutzungsgebühren von der Stadt angegeben sind. Es gibt Gerüchte, diese beliefen sich auf 8.000 Euro, was einer versteckten Subvention gleich käme. Auch die Verflechtungen der "Urbanauten" mit weiteren Geschäften müssen geklärt werden. Der Verein Isarlust dient laut § 1 Abs. 4 der Vereinssatzung der Entwicklung der Marke "Isarlust". Diese Marke ist seit dem 31.05.2012 auf den Namen "die urbanauten gbr (vertreten durch die Gesellschafter: Ulrike Bührlen, 80469 München und Benjamin David, 80469 München)" eingetragen. Der Markenschutz gilt sogar für Bauträgergeschäfte. 

Die penetrante Lobby von FDP-Mitgliedern für die "Urbanauten" ist nur damit zu erklären, dass am "Kulturstrand" ein FDP-Sommerfest stattfand. Die "Urbanauten" haben einen Abend den Vater-Rhein-Brunnen einer abgegrenzten Nutzergruppe zur Verfügung gestellt. Dafür hatten sie einen guten Getränkeumsatz und die Stimmen der FDP-Stadtratsfraktion, Lobby- und PressearbeitDie Stimmen wurden also nicht gekauft, sondern getauscht. 

Ergebnis:

Mit den Äußerungen zur Kommerzialität des "Kulturstrands" ist es mit den vorgeschobenen Begriffen von "Kultur", "Familen", "Kinderspaß", "Sandburgen" vorbei. Es geht um Getränkeverkauf in Bestlage und sonst nichts. In einem nächsten Schritt muss nun der Stadtrat zu dieser Einsicht kommen, was lange dauern kann. Zumindest der OB scheint schon seit längerem die Masche der "Urbanauten" zu erkennen. Hoffen wir, dass wieder Frieden einkehrt. Weniger Alkohol und Drogen - mehr wilde Isar. 

Freitag, 10. Juni 2016

Kulturstrand Vergabe Punkte der Urbanauten


Die "Urbanauten" beklagen eine grobe Rechtswidrigkeit der Vergabe. Das Verwaltungsgericht habe insbesondere die Punkte vergabe  in den beiden Schlüsselkategorien „Anwohnerschutz“ und „Zuverlässigkeit und Bewährtheit“ für “rechtswidrig“ erklärt.

Sieht man sich den Bewertungsbogen der "Urbanauten" und vergleicht man ihn mit der Punktevergabe an die "Urbanleague", "Planworxx" und "Wildfleck", dann erkennt man, dass die Punktevergabe in den genannten Kategorien bei allen gleich ist.

Das ist auch klar. Der "Kulturstrand" am Vater-Rhein-Brunnen wird seit 2011 von allen Bürgerversammlungen und vom Bezirksausschuss Altstadt-Lehel abgelehnt. Die Bezirksausschüsse konnten nichts bewerten und deshalb bekam jeder Bewerber gleiche fiktive Punkte. 

Bin schon gespannt auf die "Nachbesserungen" durch die Bezirksausschüsse. Warum sich die "Urbanauten" hier Chancen erhoffen, erschließt sich nicht. Schließlich war es ihr Konzept, das in Bausch und Bogen alljährlich abgelehnt wurde und zwar mit großen Mehrheiten. Eine Akzeptanz bei den Anwohnern ist schlichtweg nicht vorhanden. Die Bezirksausschüsse müssten 0 Punkte für die "Urbanauten" geben und 0 Punkte für alle anderen. 


Hier zum Text der Urbanauten





Donnerstag, 9. Juni 2016

Dr. Engelsberger Interview zur Kommerzialisierung der Isar in München



Interview mit Dr. Engelsberger von Wildfleck gemeinnützige UG zum Streit um den Kulturstrand München und dem anstehenden Isarplan mit der Zerstörung der letzten wilden Flecken im innerstädtischen Isarraum. Vorsicht: gefühlsechte Sprache.

Das Interview wurde gesendet von Radio Lora, dem Münchner Lokalsender für Nischenkommunikation und Gegenöffentlichkeit der Zivilgesellschaft.

www.lora924.de

Mittwoch, 1. Juni 2016

Das Wesen des Kulturstrands München


dorfkramer Activist Art 2016: Das Wesen des Kulturstrands München - Open Source 

zum Vergrößern auf Bild klicken

Dienstag, 31. Mai 2016

Kulturstrand München


Foto: Der Scheißhausverschlag der Urbanauten am "Kulturstrand 2015"

Nach einigen Jahren der Blogabstinenz schreibe ich heute wieder, weil Entwicklungen eingetreten sind, die ich in ihren Ursprüngen dokumentiert habe.
Es geht im Kern um das Thema, wie sich zwei Menschen in einer Millionenstadt breit machen und den öffentlichen Raum für sich reklamieren.
Die Benjamin David Ulrike Bührlen Gesellschaft des bürgerlichen Rechts möchte den innerstädtischen Isarraum nach ihrem Gusto umgestalten, hin zu einer Event- und Partyzone. Das betrifft meinen ureigenen Lebensraum und deshalb ist die Zeit angebrochen, gegen die urbanauten aufzustehen und um das noch wilde und freie Leben zwischen Ludwigsbrücke und Tivoli zu kämpfen.

Beginnen Sie bitte mit dem Lesen folgender Beiträge:

urbanauten: Wie unterwerfe ich eine Millionenstadt?

Hurra, die urbanauten sind weg!

Isar München: Dokument einer Zerstörung

Der Streit um die Vergabe des sogenannten Kulturstrands 2016 am Vater-Rhein-Brunnen hat heute die "Urbanauten" zu einem Text verleitet, der die Gefährlichkeit dieser Menschen verdeutlicht. Ich stelle den Text unten ein.

Ich habe selten etwas solch Größenwahnsinniges gelesen. Also: Das Verwaltungsgericht entscheidet, dass die Stadtverwaltung die Punktevergabe der Ausschreibung noch einmal überprüfen muss. Die Urbanauten nehmen dies zum Anlass, sich als Sieger zu erklären, denen jetzt zehn Jahre lang der Platz ohne Auflagen überlassen werden muss. Die Urbanauten bieten Frau Zehra Spindler großzügigerweise eine Bewerbungsmöglichkeit an. Auch Frau Stadtbaurätin Elisabeth Merk darf gnädigerweise den Sandburgenwettbewerb beaufsichtigen. Die Entwicklung der Isar in der Stadt wird am entscheidenden Ort von den urbanauten geleitet. Die Urbanauten sehen sich als neue Münchner Isarführer, denen es sich unterzuordnen gilt.

Hinzu kommt die ewige Leier der Urbanauten, Ihr "Kulturstrand" sei nicht kommerziell. Das ist falsch. Die David Bührlen GbR ist nicht gemeinnützig und der Wirt ist es auch nicht. Der in der BILD offen gelegte  Umsatz von 350.000 Euro in drei Monaten (!) zeigt bei einem Blick auf die Preisliste und dem damit verbundenen Rohgewinn, dass sich eine Lizenz zum Gelddrucken aufgetan hat.


Dann der Konsumzwang. Ich wurde letztes Jahr mehrmals angesprochen, ich dürfe keine Getränke mitnehmen, sondern müsse diese am Stehausschank der urbanauten kaufen. Begründung: Das sei ein "Bayerischer Biergarten". Als Ur-Bayer fehlen da weitere Worte.




Des Weiteren die Verflechtungen der urbanauten in den von ihnen mit dominierten Vereinen Corso Leopold e. V.Münchner Forum e. V.Isarlust e. V. und vielem mehr. Der Größenwahn kommt nicht von ungefähr. Benjamin David brachte es in den letzten zehn Jahren fertig, dass die Puppen und vor allem viele Stadträte für ihn tanzen. Er bekam z. B. für einen "Flashmob" im Jahr 2009 34.600 Euro. Die Stadtkämmerei hat mir aufgrund der Informationsfreiheit eine Übersicht über weitere Förderungen überlassen. Da  die Gewinnanteile der GbR aus dem Getränkeverkauf gewerblich sind, wären auch die Zuschüsse wegen der gewerblichen Prägung zu versteuern.

Sämtliche Bürgerversammlungen des Bezirks Altstadt-Lehel haben sich seit 2011 gegen einen "Kulturstrand" am Vater-Rhein-Brunnen ausgesprochen. Auch hier lügen die Urbauten, wenn sie davon faseln, es hätte keine Anwohnerbeschwerden gegeben. Die Bürgerversammlungsbeschlüsse werden seit Jahren vom Stadtrat nicht für voll genommen und ausgeblendet. Mitbürger, die sich beschwerten wurden nicht gehört und verängstigt.

Es herrscht eine Meinungsdiktatur der Urbanauten, die nur von vereinzelt wahrgenommenen Stimmen in Bezirksausschüssen, Leserbriefen und meinem Blog angekratzt wird. Parks, Grünanlagen, das Landschaftsschutzgebiet Isarauen werden einfach als "tot" abqualifiziert; es müssten Massenveranstaltungen her. Darüber sollen die Urbanauten bestimmen. Eine Dikatur über den öffentlichen Raum wurde heute von den Urbanauten eingefordert.

Ich rufe alle demokratischen Kräfte in München dazu auf, sich Zeit für diesen Fall zu nehmen. Ich bitte eindringlich darum, sich nicht den Urbanauten zu unterwerfen, sondern eigene Diskussionsrunden zu gestalten, den Bezirksausschuss zu unterstützen und sich demokratisch zu betätigen. Sollte es eine eigene Liste bei der nächsten Stadtratswahl geben, bitte ich fähige Mitbürger, sich aufstellen zu lassen. Wir brauchen Stadträte, die mit Menschen wie Benjamin David fertig werden. Der Isardiktator muss verhindert werden !

Hier der Text der Urbanauten:

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts von heute bestätigt die urbanauten: Die Vergabe des Kulturstrandes 2016 war rechtsfehlerhaft und ist damit hinfällig. Fakt ist: Die vom KVR veröffentlichte Auswahlentscheidung beruhte auf einer in verschiedenen Punkten unschlüssigen und intransparenten Punktevergabe. Erneut bieten die urbanauten heute der Stadt München an, gemeinsam eine dauerhafte Perspektive für den Kulturstrand der urbanauten zu suchen. Dabei steht für sie neben einer kurzfristigen Lösung 2016 (die natürlich toll für die MünchnerInnen wäre!), vor allem auch das Thema „langfristige Planungssicherheit“ für Mitarbeiter, Künstler und Partner des Kulturstrandes der urbanauten aber auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und alle anderen Beteiligten im Vordergrund.
Seit heute 14.16 Uhr ist es amtlich. Das vom KVR veröffentliche Ergebnis des angeblich fairen und neutralen Auswahlverfahrens für den Kulturstrand 2016 ist laut Verwaltungsgericht München rechtswidrig. Die urbanauten waren bei diesem Vergabeverfahren – völlig überraschend – gerade einmal zwei Tage vor dem geplanten Kulturstrand-Start am 12.5.2016 “unterlegen”.

Die urbanauten zeigen sich betroffen und traurig über den – ihrer Ansicht nach vermeidbaren – Gerichtsprozess und seinen Ausgang. Das Urteil des Verwaltungsgerichts kommt für die urbanauten nicht völlig unerwartet, da sie ein hervorragendes 98-seitiges Kulturkonzept mit dutzenden Partnern, hunderten Künstlern und einem schon auch einfach einem supertollen und bewährten Familien- und Kinderprogramm beim KVR abgeliefert haben. Zudem haben sie das Format „Kulturstrand“ kreiert, im regen Austausch mit Besuchern, Kulturszene, Politik, Verwaltung und AnwohnerInnen etabliert und zehn Jahre lang als Kunst- und Kulturprojekt an der Isar erfolgreich und Jahr für Jahr ohne Anwohnerbeschwerden durchgeführt. Die Durchsicht der Akten brachte auch für die urbanauten Bemerkenswertes zu Tage. Bemerkenswert z.B., dass selbst der BA1 Altstadt-Lehel die Abwesenheit von nachweisbaren Anwohnerbeschwerden im Rahmen des rechtlich klar geregelten Vergabeverfahrens klar einräumt (volle Punktzahl für die urbanauten!), während deren langjähriger (ehemaliger) Vorsitzender in der Öffentlichkeit ständig über dutzende Anwohnerbeschwerden über das Projekt der urbanauten motzte.
Warum ist das mit dem Verfahren – aus Sicht der urbanauten – dieses Jahr so furchtbar schief gelaufen? 
Es wurde hinter den Kulissen von den “Großkopferten” schon seit Jahren heftig um das kleine, aber feine Kunst- und Kulturprojekt der urbanauten gerungen. Das ist nichts neues, viele “Großkopferte” haben dabei auch immer die urbanauten sehr unterstützt. Fair und transparent ging es dabei nicht immer zu, sondern es wurde von allen möglichen Seiten heftig “geschoben”, auch –  defensiv – von den urbanauten und ihren Unterstützer übrigens, um ihre Idee und Ideale, die Künstler und die Mitarbeiter an der Isar zu schützen. 
Denn: Auch andere – rein-kommerziell motivierte Akteure – wollten entgegen dem breiten Wunsch der Münchner Bevölkerung ihre rein-gewinnorientierten Projekte an der Isar machen dürfen und ließen Verantwortliche in Politik und Verwaltung hinter den Kulissen das deutlich, manchmal auch zu deutlich, wissen. Dabei ist laut unseren Anwälten, Dr. Joyce v. Marschall und Felix Fischer von Chatham Partners LLP aus Hamburg ein Verfahren entstanden, das »grob ermessensfehlerhaft« und »intransparent« war und so zu »willkürlichen Ergebnissen« führte.
Dem hat das Gericht nun einen Riegel vorgeschoben: »Das Gericht hält die von der Antragsgegnerin (LH München) vorgenommene Bewertung in einigen Punkten für nicht sachgerecht oder nachvollziehbar, sodass die Auswahlentscheidung ermessensfehlerhaft bzw. von ihr nachzubessern ist. (…) Insbesondere bei den Kriterien „Zuverlässigkeit und Bewährtheit des Bewerbers“ und „Akzeptanz bei Anwohnern im Stadtviertel“ hat das Gericht eine Verzerrung des Bewertungsergebnisses bei der Durchführung des Auswahlverfahrens gesehen. Weiter wurden Unstimmigkeiten bei der Punktevergabe festgestellt.«

Ulrike Bührlen und Benjamin David, die urbanauten: «Von uns geht heute ein dringender Appell an die Stadt München, für den Kulturstrand der urbanauten ein radikal vereinfachtes Genehmigungsverfahren, wie in den Anfangsjahren des Projektes (auf der Corneliusbrücke), zu finden und dem Kunst- und Kulturprojekt langfristige Planungssicherheit zu gewähren. Das von Jahr zu Jahr weiter verkomplizierte Verfahren, irgendwo zwischen Stadtrat, Verwaltung und Parteien (und von einigen – wenigen – auch mit “niederen” Motiven) ausgehandelt, ist durch –  so kann man vermuten –  das jahrelange Gezerre der Mächtigen (insbesondere aus der SPD-Stadtratsfraktion) aus unserer Stadt um ein eigentlich mikroskopisch kleines Projekt schlicht von Jahr zu Jahr mehr und mehr rechtswidrig geworden – und das klar und deutlich und aus vielen Gründen, wie heute das Gericht bestätigt hat.«

Wo könnte die Reise hingehen? Die urbanauten, deren Konzept „nicht-gewinnorientiert“und „nicht-kommerziell“ ist wollen den Kulturstrand – mit langfristiger Planungssicherheit und gemeinsam mit der Stadt München und vielen anderen Akteuren – weiterentwickeln. Er soll – so ihr Vorschlag – neben einem schönen »temporären Stadtplatz mit Kiosk, Kulturbühne und dem coolsten Sandkasten der Stadt« an der Isar, den jedes Jahr rund 150 000 Münchnerinnen und Münchner besuchen und lieben, DER Ort werden für die nun anstehenden Diskussionen um die »Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum«, die von der Zivilgesellschaft, vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung und Frau Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk, dem Münchner Stadtrat und den Bezirksausschüssen engagiert voran getrieben wird. Hier wollen die urbanauten sich auch – soweit uns irgendwie möglich – nach den Wünschen des Planungsreferats und anderer städtischer und lokaler Akteure richten.

Dazu soll es auch wieder einen Architekturwettbewerb für die temporäre Architektur des Kulturstrandes geben, gerne auch wieder mit Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk als Juryvorsitzende. die urbanauten wollen zudem das Kunst-, Kultur- und Ausstellungsprogramm zusammen mit dem bewährten Kulturstrand-Programmchef Marco Böhlandt, dem bewährten Kulturstrand-Beirat (aus Stadträten, Verwaltungsspitzen, Kreativen und Künstlern) und mit einem/r neuenOmbudsmann/fraufür AnwohnerInnen- und BA-Interessen weiter ausbauen und für alle MünchnerInnen, StadtviertelbewohnerInnen und AnwohnerInnen Jahr für Jahr noch attraktiver machen und weiterentwickeln. In einem öffentlichen Kreativwettbewerb des Kulturstrandes für alle Münchner Künstler, Musiker und Kulturschaffende können sich die besten Kreativen unserer Stadt, wie u.a. Zehra Spindler, mit Vorschlägen für die jeweiligen Kulturstrand-Saison oder auch mehrere Jahre an die urbanauten und den Kulturstrand-Beirat wenden. Ko-Existenz ist das Ziel, nicht die gegenseitige Verdrängung der wenigen existenten Kulturoasen im öffentlichen Raum in München.

Die urbanauten Ulrike Bührlen und Benjamin David stellen dabei gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Hermann Zimmerer aus den Umsätzen der Kulturstrand-Bar Jahr für Jahr erhebliche Kulturbudgets zur Verfügung. Hierbei wird der gesamte Gewinn in Kultur und Architektur (re-)investiert. Und: das alles weiterhin, ohne dass es die Stadt München Geld kostet (außer sie möchte in das beliebte Projekt und seine Kultur mit-investieren!) und für die Münchnerinnen und Münchner als »temporärer öffentlicher Raum« umsonst und draußen. Das finanzielle Risiko (Wetterkapriolen!) trägt dabei der Kulturstrand der urbanauten.