Mittwoch, 14. September 2016

Mitteilung Kulturstrand und Dorfkramer Blog


Sehr geehrte Leserinnen und Leser meines Kulturstrand und Dorfkramer Activist Blogs!

Zu Beginn der Streitigkeiten um die Vergabe des Kulturstrands wollte ich Profis mit der Kommunikation meines Anliegens -Erhalt des Landschaftsschutzgebiets Isarauen in München- betrauen.

Aus Zeitdruck musste ich es selber machen.

Ich habe deshalb meinen Dorfkramer-Kanal auf youtube reaktiviert.

Tatsächlich möchte ich mehr als Dr. Engelsberger und weniger als Semi-Kunstfigur Dorfkramer wahrgenommen werden.

So viel Spaß politische Kommunikation mit Aktionen, Activist Art, Geschichtenzerhählen macht, so wenig bewirkt sie in München und Oberbayern. Hier ist Stabilität, Sicherheit, Altbewährtheit in festgefügten Gruppen angesagt. Das führt zu viel Geld, aber für viele zu weniger vernetzter Gaudi und Kreativität.

Eine intelligente "urbane" Auseinandersetzung mit unserer schönen Isar wird es deshalb (noch) nicht geben. Es dominieren Stereotype, Einzelinteressen und eine passive Haltung der breiten Bevölkerung als auch der Eliten. Es fehlen vor allem vermittelnde Medien. Einzelheiten werde ich beizeiten  in einer abschließenden Kulturanalyse veröffentlichen.

Den Dorkramer Activist Blog habe ich auf meine wildfleck.org umgeleitet. Alle Themen, die mich ein Jahrzehnt lang beschäftigt haben, lösen sich auf:

-Die Pleite Argentiniens und der Umgang damit ist durch die neue Regierung gelöst. Präsident Mauricio Macri hat zu besseren Konditionen umgeschuldet und dem Druck des New Yorker Richters Thomas Griesa nachgegeben. Argentinien ist wirschaftlich auf einem guten Weg. Meine Verluste sind mehr als wettgemacht. Durch die aktive Teilnahme am Umschuldungsprozess habe mehr gelernt als in jedem Studium und (bisher) die richtigen Entscheidungen für nachhaltige wirtschaftliche Unabhängigkeit getroffen. Dazu gehört ein strikt rationaler Umgang mit Risiken.

-Die Insolvenz von BenQ ist abgeschlossen. Der Insolvenzerwalter Dr. Prager von Pluta hat eine hohe Quote erreicht. BenQ zeigte ebenfalls viele Aspekte, die ich nur durch aktive Teilnahme erkennen konnte. Meine These, BenQ hätte auch "normal" abgewickelt werden können, hat sich bewahrheitet. Die Mutter in Taiwan wollte halt nicht. Benq und seine Mitarbeiter waren Globalisierungsopfer.

-In Inzell wurde auf meinem Nachbargrundstück ein Wohnhaus mit Artzpraxis und Bäckerei errichtet. Die Gemeinde macht in der Ortsmitte weiterhin nichts. Mein Dorfkramerhaus wird sich deshalb nicht mehr verändern. Die Olympiabewerbung ist gescheitert. Es bleiben in Inzell und Umgebung noch vereinzelte Perlen, deren Erhalt ich mit meiner wildfleck.org sichern möchte. Eine Aufgabe des Standorts Inzell ist nicht vorgesehen.

-Auch die Eventisierung der Isar ist weit fortgeschritten. Für das Landschaftsschutzgebiet wird sich ebenso die wildfleck.org einsetzen wie für andere "wilde Orte" in München und anderswo.

Meine Tätigkeit als Aktivist gebe ich deshalb auf. Es erfolgt eine weitere Professionalsierung, bzw. der schon eingeleitete Rückzug ins Private, was die eigene Lebensqualität betrifft.

Allen Mitstreitern, Betroffenen und Interessenten danke ich herzlich für die Teilhabe an den Themen. Gemeinsam erreicht man mehr.

Etliche Gegner wurden mittlerweile durch andere Entscheidungsträger ersetzt. Den fairen Gegnern spreche ich Achtung und Wertschätzung aus.

Aktuell gilt das vor allem für Frau Zehra Spindler, die die Kunstfigur begriffen hat und cool genug ist, Aktivisten zu besänftigen und ihre Anliegen zu respektieren.

Alles Gute!

München, 14. September 2016


Stefan Franz Karl Engelsberger, Dr. phil.




Stadtstrand Kulturstrand München - Klage Art. 141 Bayerische Verfassung - Sachverhaltsermittlung

Intensive Auseinandersetzung mit dem Stadtstrand / Kulturstrand am 13. September 2016. Es wird auf die Klage Az. M 8 K 15.2644 mit der veröffentlichten Eilentscheidung Az. M 8 S 15.2643 beim Verwaltungsgericht München Bezug genommen. Dabei geht es um den Drittschutz von Bürgern, die ein Landschaftsschutzgebiet im Sinne naturnaher Erholung in einer Stadt genießen und betreten wollen.



Gespräch zwischen Dorfkramer und Zehra Spindler

Im Anschluss an den Dreh des Videos "Great Bavaria Reef - Holzaktion für Zehra Spindler" erklärte sich Frau Spindler zu einem Interview bereit. Da nicht klar ist, wer hier wen interviewt heißt das Video "Gespräch". Bitte beachten Sie die gute Stimmung, die trotz gegenläufiger Meinungen vorherrscht. Ein Musterbeispiel für kontroverse, aber faire politische Kommunikation. Man lässt den anderen gelten. Diskussionsbeiträge wie immer erwünscht.

Der "Talk" hat richtig Spaß gemacht.


Donnerstag, 8. September 2016

Great Bavarian Reef - Holzaktion für Zehra Spindler


Weder der Kulturstrand noch der Stadtstrand haben irgendetwas mit Bayern zu tun. Bayern kommt in Münchner Szene- und Gastrokonzepten nur als "Original", "Kult" und Kasperltum vor. Man nennt sich "Great Bavarian Reef", engagiert den "Isarindianer" oder die "Gerner Zipfeklatscher" und meint, das seien echte Bayern. Führend in dieser Kulturschau sind Prominente wie Marcus Rosenmüller, Pfarrer Schießler, Stefan Dettl oder Hans Söllner. Dass es noch ein anderes Bayern jenseits herkömmlicher Trachtler und deren hipstrigen Ableger gibt, zeigt der Dorfkramer, der klar macht, dass es keine Trennung zwischen Oberbayern und München gibt, sondern alles miteinander zusammenhängt. 

Themen sind Forstrechte, die Schlacht am Steinpaß und Kraftorte, die mit der Isar verbunden sind.